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Allgemein: Vorfreude verbunden mit Sorgen

Der TSV Schmiden spielt in der nächsten Saison wohl in der Baden-Württemberg-Oberliga und trifft auch auf den SV Fellbach, der in der vierthöchsten Spielklasse bleiben darf. 
 
Sebastian Stump war von den Handballern des TSV Schmiden nicht zu stoppen. Der ehemalige Zweitliga-Akteur warf in den beiden Stadtderbys (34:33 und 30:29) insgesamt 18 Tore für den SV Fellbach. Das war in der Saison 2007/2008, als sich die Mannschaften in der Baden-Württemberg-Oberliga getroffen hatten. Nach der folgenden Runde trennten sich die Wege dann wieder. Das Schmidener Team stieg im Mai 2009 ab, weil es im finalen Ligaspiel gegen die Gäste des SV Fellbach nur zu einem 31:31-Unentschieden gekommen war. Nun wird es in der nächsten Saison, viele Auf- und Abstiege später, wohl erneut zu diesem Nachbarschaftsduell in der vierthöchsten deutschen Spielklasse kommen. Nach dem jüngsten Beschluss des Handballverbands Württemberg (HVW) wird es in dieser Runde aufgrund der Corona-Pandemie keine Spiele mehr geben. Es soll Aufsteiger geben, aber keine Absteiger. Sehr zur Freude auch von Sebastian Stump, der mittlerweile Sportlicher Leiter beim TSV Schmiden ist. Als Tabellenführer der Württemberg-Liga würde dessen Mannschaft um den Trainer Slavko Pustoslemsek aufsteigen. Und der Verbund des SV Fellbach, als Tabellenletzter in der Baden-Württemberg-Oberliga sportlich abgeschlagen, würde eine weitere Chance bekommen. Vorbehaltlich der finalen Entscheidung des Bundesrats des Deutschen Handball-Bunds (DHB), die bis Anfang nächster Woche fallen soll. „Das ist eine absolute Ausnahmesituation, in der man klare Entscheidungen treffen muss, auch wenn man es nicht allen recht machen kann“, sagt Dieter Pfeil, der Abteilungsleiter des SV Fellbach.
 
Wahrscheinlich kann diese Entscheidung es auch nicht allen Fellbacher Handballern recht machen. Aufgrund einer Quotienten-Regelung, die wohl eingesetzt wird, würde die zweite Mannschaft des SVF, obwohl auf dem zweiten Tabellenplatz in der Bezirksliga für den Aufstieg qualifiziert, doch nicht aufsteigen. Auch die Frauen um den Trainer Julian Bach, ebenfalls Bezirksliga-Zweite, müssten ihre Aufstiegsfeier verschieben. Christoph Keller, Abteilungsleiter des TV Oeffingen, sieht der Entscheidung dagegen eher gelassen entgegen. Als Tabellenzweite der Landesliga wären die Männer um den Trainer Pascal Diederich in jedem Fall für die Verbandsliga qualifiziert, die zur nächsten Saison wieder eingeführt wird. Und für die zweite Mannschaft hätte diese Entscheidung das Ende des Abstiegskampfs zur Folge. Sie dürfte auch in der nächsten Spielzeit wieder in der Bezirksliga antreten. Und es gibt noch eine gute Nachricht für die Oeffinger Handballer: Das Finalturnier um den Bezirkspokal, das am ersten Maiwochenende in Oeffingen hätte stattfinden sollen und für welches sich beide TVOe-Mannschaften qualifiziert hatten, soll bis zum Ende des Jahres nachgeholt werden.
 
Dieter Pfeil und sein Schmidener Pendant Wolfgang Bürkle, dem er telefonisch zum Aufstieg gratuliert hat, blicken trotz der sportlichen Situation sorgenvoll auf die Saison in der Baden-Württemberg-Oberliga. Und das hat wirtschaftliche Gründe. Nach Lage der Dinge – Änderungen sind bis zum 15. Mai möglich – würde die Liga mit 19 Mannschaften starten. Die Kosten für die 18 Auswärtsfahrten, zum Beispiel nach Konstanz (am Bodensee), Teningen (bei Freiburg) oder Söflingen (bei Ulm), wären beträchtlich. „Wenn wir dann noch die Heimspiele ohne Zuschauer austragen müssten, bekämen viele Vereine Probleme“, sagt Wolfgang Bürkle. „Ich gehe davon aus, dass die Saison wie geplant im September beginnen wird. Ohne Zuschauer kann ich mir das nicht vorstellen, dann müssten wir über Konsequenzen nachdenken“, sagt Dieter Pfeil. Die künftigen Ligakonkurrenten eint die schwierige Ausgangssituation.
 
Für Sebastian Stump sind schon turbulente Tage vergangen. Zunächst wurde er überrascht vom Urteil des Verbandsgerichts (wir haben berichtet). Nur deshalb stehen die Schmidener Handballer ja jetzt an der Tabellenspitze und zählen zu den designierten Aufsteigern. Dann kam die Entscheidung des HVW zum Ende der Saison. Und jetzt, nach all diesen Wirrungen, hat der Sportliche Leiter auch die bereits abgeschlossene Kaderplanung wieder aufgenommen. Er schaut sich noch einmal nach Verstärkungen um und sagt: „Ich bin zuversichtlich, dass wir in der Baden-Württemberg-Oberliga bestehen können. Wir werden stärker sein als in der jetzt abgelaufenen Saison. Wenn wir das Verletzungspech minimieren, haben wir sehr gute Chancen, nicht abzusteigen.“
 
In den nächsten Wochen werden auch die Verantwortlichen des SV Fellbach sich nach Verstärkungen umschauen. Für den Rückraum (als Ersatz für Till Wente, der zur Spielgemeinschaft HBW Balingen-Weilstetten wechselt) und für die rechte Außenposition suchen sie noch neue Kräfte. Gerade als rechten Außenspieler hatten sie in Fellbach ja mal einen ausgesprochen treffsicheren: Damals, in der Saison 2007/2008, hat Sebastian Stump die beiden Begegnungen mit dem Stadtnachbarn TSV Schmiden in der Baden-Württemberg-Oberliga mit seinen insgesamt 18 Treffern maßgeblich bestimmt.
 
© Fellbacher Zeitung, 15.04.2020. Die inhaltlichen Rechte bleiben dem Verlag vorbehalten. Nutzung der journalistischen Inhalte ist ausschließlich zu eigenen, nichtkommerziellen Zwecken erlaubt.

Allgemein: Zusammenhalten in der Corona-Krise

Die Abteilungsleiter des SV Fellbach, des TSV Schmiden und des TV Oeffingen blicken in eine ungewisse Zukunft. Die Auswirkungen der Pandemie lassen sich derzeit noch nicht überblicken – weder sportlich noch finanziell.
 
In der Handballabteilung des SV Fellbach hatte für diesen Donnerstagabend eine Ausschusssitzung auf dem Programm gestanden. Der Abteilungsleiter Dieter Pfeil hat diese dann aufgrund des grassierenden Coronavirus-Pandemie zunächst in eine Krisensitzung umbenannt. Weil sich die Situation jedoch stündlich geändert hat, und weil es zwei Verdachtsfälle auf eine Infektion in ihren Reihen gab, mussten die Verantwortlichen das Treffen nun absagen. Der Sport steht still, wie eben fast das gesamte Leben. Die Auswirkungen auf die Vereine lässt sich zurzeit noch nicht überblicken. Weder sportlich noch finanziell. Auch bei den Nachbarn TSV Schmiden und TV Oeffingen stehen die Handball-Abteilungsleiter Wolfgang Bürkle und Christoph Keller vor vielen Fragen. „Wir müssen zusammenhalten. Jetzt kann ein Verein auch mal ein Verein sein“, sagt Wolfgang Bürkle.
 
Er selbst wollte sich ja auch versammeln mit seinen Kollegen, am Freitag wäre das Abteilungstreffen gewesen. Doch die Schmidener Vordenker haben es in den Monat Juni verlegt. Wolfgang Bürkle, der seit 2012 an der Spitze der Handballer des TSV Schmiden steht, hatte bereits am vergangenen Donnerstag den Trainingsbetrieb einstellen lassen, noch bevor die Entscheidung von den Behörden kam. Auch wenn die Lage unübersichtlich ist, blickt der Schmidener Abteilungsleiter voraus und denkt an die Partner der Handballer: „Unsere Sponsoren fallen voll in ein Loch, das Finanzielle muss für uns jetzt erst einmal im Hintergrund stehen.“ Das gilt auch für die Vereinbarungen mit den Spielern. Die Mannschaft um Moritz Klenk hätte bis zum Ende der Saison in der Württemberg-Liga noch drei Heimspiele bestritten. Die Einnahmen für Eintritt und Verkauf fallen weg. Auch wenn die Runde bisher nur unterbrochen ist – so richtig glaubt keiner der Abteilungsleiter daran, dass sie noch fortgesetzt werden kann.
 
Bei einem Abbruch der Saison und der Wertung nach bisherigem Stand wäre der Verbund des TSV Schmiden als Tabellendritter nicht aufgestiegen. Es steht ja hier aber noch die Gerichtsentscheidung zum Wiederholungsspiel gegen das Team des VfL Waiblingen aus. Wolfgang Bürkle und sein Stellvertreter Markus Engelhart denken auch schon an das Ortsturnier, das die Handball-Abteilung des TSV wie gewohnt im Juli organisiert. „Wir werden es in jedem Fall ausschreiben, vielleicht haben wir ja Glück.“ Weil die Saison bei den Jugendlichen des HSC Schmiden/Oeffingen in jedem Fall bereits beendet ist, werden die Verantwortlichen Hanna Karcher, Yonas Ogbamicael und Julia Keifer den scheidenden Trainern danken und ihnen ein kleines Präsent übermitteln.
 
Beim TV Oeffingen haben der Abteilungsleiter Christoph Keller und seine Mitstreiter noch nicht über das weitere Vorgehen entschieden: „Es gibt gerade Wichtigeres als Sport.“ Dem TVOe werden ebenfalls Einnahmen entgehen, wenn der Spielbetrieb nicht fortgesetzt werden kann. Nicht nur bei den Heimspielen, sondern auch beim Bezirkspokal-Finalturnier, das Anfang Mai geplant war. Hierfür hatten sich sowohl die erste (Landesliga) als auch die zweite Mannschaft (Bezirksliga) qualifiziert. Austragungsort: die Oeffinger Sporthalle. „Das wäre ein Highlight geworden für uns“, sagt Christoph Keller. Auch für Markus Lang und seine Mitspieler.
 
Für die Handballer des SV Fellbach um den Spielertrainer Andreas Blodig und dessen Assistenten Thilo Burkert, die nach ihrem Aufstieg in die Baden-Württemberg-Oberliga in dieser Saison wenige positive Erlebnisse hatten, wären die beiden Heimspiele gegen den designierten Aufsteiger SG Pforzheim/Eutingen und den Tabellenvierten TSG Söflingen sicherlich Höhepunkte gewesen. Unabhängig vom Spielausgang. Auf die Rückkehr der Brüder Bastian und Steffen Klett, früher jahrelang im Fellbacher Trikot aktiv und nun in Söflingen zugange, hatte Dieter Pfeil sich besonders gefreut. „Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass in dieser Saison noch gespielt wird“, sagt der SVF-Abteilungsleiter, dessen Sohn Maximilian Pfeil für die erste Mannschaft spielt. Er ergänzt aber: „Es ist gerade nur eines sicher – dass nichts sicher ist.“ Die Jugendteams, die sich für die Qualifikationsspiele zu den höheren Ligen auf Verbandsebene empfohlen haben, müssen ebenfalls warten, wie es weitergehen wird.
 
Die Folgen für die Handballer des SV Fellbach, des TSV Schmiden und des TV Oeffingen sind ungewiss. Die Verantwortlichen werden die Entscheidungen des Verbands im April abwarten müssen. Bis dahin steht der Sport still, wie eben fast das gesamte Leben.


Szenen aus einer noch nicht lange vergangenen, aber doch ganz anderen Zeit: Moritz Klenk [...], Maximilian Pfeil [...], Thilo Burkert ([...] rechts) sowie Markus Lang ([...] links) und seine Oeffinger Teamgefährten haben jetzt alle Handball-Pause. Und niemand kann sagen, wie lange diese Pause andauern wird. (Fotos: Patricia Sigerist)

 
© Fellbacher Zeitung, 19.03.2020. Die inhaltlichen Rechte bleiben dem Verlag vorbehalten. Nutzung der journalistischen Inhalte ist ausschließlich zu eigenen, nichtkommerziellen Zwecken erlaubt.
 
 

Männer 1: Vierter Neuzugang des TV Oeffingen

Der vierte Neuzugang des TV Oeffingen für die Saison 2020/21 heißt Noah Fischer und kommt vom VfL Waiblingen.

Noah (21) ist ein junger Spieler, der im Rückraum zu Hause ist. Er bringt eine enorme Durchschlagskraft und Willen mit und ist sowohl im Angriff als auch in der Abwehr variabel einsetzbar. Er spielte in Waiblingen hauptsächlich in der zweiten Mannschaft (ebenfalls Landesliga) und zählte dort stets zu den auffälligsten Akteuren.

Unser Kader für die kommende Saison 2020/21 in der „neuen Verbandsliga“ ist somit komplett.

Wir freuen uns sehr, dass er sich für uns entschieden hat und heißen Ihn hiermit in der Handballfamilie des TV Oeffingen herzlich willkommen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Sportlicher Leiter
Claudio Trovato

Männer 1: Nächster Zugang für den TV Oeffingen

Der junge Linkshänder Fabian Langenfeld (19) wechselt für die kommende Saison zum TV Oeffingen. Fabian soll die Lücke auf der rechten Außenbahn schließen. In Fabian steckt mit seinen 19 Jahren noch jede Menge Entwicklungspotenzial. In der Jugend spielte er sowohl in der Württembergliga als auch in der Baden-Württemberg-Oberliga. Nach seinem ersten Jahr bei den Herren in Korb möchte er sich nun in einer höheren Spielklasse behaupten.

Wir heißen Fabian herzlich willkommen und wünschen ihm einen guten Start beim TV Oeffingen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Sportlicher Leiter
Claudio Trovato

ACHTUNG! Trainings- und Spielbetrieb eingestellt

Jugendspielbetrieb ab sofort beendet, Spielbetrieb der Männer und Frauen wird vorerst ausgesetzt

Der Handballverband Württemberg und weitere Landesverbände sowie Handball Baden-Württemberg beschließen mit sofortiger Wirkung:

• Der Jugendspielbetrieb der Saison 2019/2020 ist ab sofort beendet.

• Der Spielbetrieb der Männer- und Frauen-Mannschaften wird ausgesetzt.

• Nicht notwendige Sichtungsveranstaltungen, Sitzungen, Tagungen, Fortbildungen (HVW/HBW auch Lehrgangsmaßnahmen, Fördergruppen, etc.) finden bis auf weiteres nicht statt.

Spätestens bis zum 19. April 2020 wird die mögliche Wiedereinsetzung des Spielbetriebs der Männer und Frauen oder die Wertung der Saison 2019/2020 in den jeweiligen Landesverbänden beschieden und veröffentlicht.


Begründung für das Vorgehen ist die neue Gesamtlage:

1. Die WHO hat gestern Covid-19 zur Pandemie erklärt.

2. Die 2. Handball-Bundesliga Männer sagt den 25. Spieltag am Wochenende ab.

3. Die Handball-Bundesliga Frauen sagt den Spieltag am Wochenende 14./15. März ab.

Spieltechnische Ausgangslage:

Auch wenn wir wollten und könnten: Wir schaffen es nicht mehr aufgrund der unterschiedlichen Entscheidungen der Kommunen bzw. der Gesundheitsbehörden vor Ort einen flächendeckenden Spielbetrieb aufrecht zu erhalten und durchzuführen.

Prävention ist keine Hysterie und Ignoranz kein Mut.

Unabhängig von der Entscheidung der Kultusminister - der Ministerpräsidentenkonferenz, hat sich die Entscheidungsgrundlage gerade auch für den Sport und den Handball in Deutschland gravierend verändert. Denn die WHO hat am 11. März 2020 den Pandemiefall ausgerufen. Dynamische Entwicklungen bedürfen vorausschauender Abwägungsentscheidungen. Es stellt sich somit nicht mehr die Frage des richtigen Zeitpunktes, wann eine solche Entscheidung gefällt werden muss, sondern wer es gut macht und wer es schlecht macht.

Durch unsere Entscheidung wollen wir nicht nur der Verbreitung des Corona-Virus sondern der "Infektion mit Angst" entgegenwirken. Spahn: "Jeder Deutsche kann und sollte mithelfen, das Corona-Virus zu verlangsamen." Wir Handballer wollen bei diesem Ziel aktiv mitwirken und hoffen, dass diese Krise uns allen hilft die Solidarität untereinander zu stärken.

Hans Artschwager
Präsident Handballverband Württemberg
Sprecher der Landesverbände im DHB


Für weitere Informationen bitte unter https://www.hvw-online.org/ informieren
Aktuelle Woche

Diese Woche finden keine Spiele statt.